Germar Rudolf Prozeß
Eine notwendige
Gegendarstellung
zu dem
Prozeßprotokoll vom 29. Januar 2007 von Herrn Günter Deckert
Einleitung:
Ich bin ein
permanenter Beobachter beim Prozeß gegen Germar Rudolf in Mannheim gewesen.
Um möglichst
viel zu behalten, habe ich bei jedem Prozeßtag, an dem ich anwesend war, Notizen
mitgeschrieben.
Meine Notizen
sind bisher nicht veröffentlicht worden. Die Anstrengungen von Herrn Deckert, die
Prozesse gegen Zündel und Rudolf mit Protokollen durchgängig
zu dokumentieren, sind an sich löblich. Herrn Deckert in dieser Hinsicht
Konkurrenz zu machen, ist nicht mein Anliegen.
Worum es
geht:
· Es geht um den Prozeßtag 29.01.2007.
· Es geht um 37 Minuten der Verhandlung, und
zwar um den Auftritt des BKA-Zeugen Gerd Brockmöller und die entsprechende
Richtigstellung von Germar Rudolf, in der Zeit zwischen 9:23 und 10:00.
· Es geht um die Frage, ob Germar Rudolf dem
BKA einen Seitenwechsel und damit Verrat, oder ob er einen Rückzug angeboten
hat.
Die bewußten
37 Minuten der Verhandlung im Prozeßprotokoll von Herrn Deckert:
Sodann wird der erste Zeuge aufgerufen: G. Brockmüller (BKA) – Dieser führte
im Auftrag der StA Mannheim die Ermittlungen. Er schildert den Ablauf ab Ortung
von Germar Rudolf (GRu) in den USA über die
Abschiebung bis zur Ankunft in Frankfurt.
Er teilte mit, daß GRu
bei der ersten Vernehmung am 16.11.2005, wohl unter dem Eindruck der Abschiebung
und Trennung von der Familie in den USA, um ein persönliches Gespräch gebeten
und ein Angebot zur Zusammenarbeit (Übergabe der Rechte an der Netzseite,
Liefern von Kunden- und Multiplikatorendaten zur Bekämpfung des REVISIONISMUS)
gemacht habe, wenn man ihn in die USA zurückschicke.
(1)
Falls NEIN, dann würde er (GRu) dafür sorgen, daß der
Markt überschwemmt werde.
Nur er könne das verhindern. - Der (Kuh-)
Handel sei jedoch nicht zustande gekommen.
Die finanzielle Seite (Umsatz / Gewinn)
des Verlages sei auf Anordnung von in seinem Auftrag von einem BKA-Fachmann
nach Zugriff auf das Konto bei der Heidenheimer Volksbank durch Hochrechnen der
Umsätze ermittelt worden.
Frage Richter Schwab nach Verantwortung
für die Heimseite (vho.org). – GRu, so der BKA-Zeuge,
habe sich von Anfang an zu dieser Verantwortung bekannt.
Fragen StA Grossmann:
1) Ergebnisse nach der „Heimsuchung“ (=
Hausdurchsuchung) von Dr. G., der als Kontovollmacht hatte.
Der Zeuge: Man eine „Kundendatei“ gefunden;
75% der Kunden seien brddr-Deutsche gewesen. Eine
Unterteilung sei auch nach REV...-Kunden und Meinungsvervielfältigern
erfolgt.
2)
Welche Rolle habe GRu im weltweiten REV..... gespielt?
Zeuge: eine sehr wichtige, denn seit dem Zugriff auf das Bankkonto sowie der Verhaftung
von GRu, gegen den gesondert ermittelt
werde, sei es auf dem REV....-Markt sehr viel ruhiger geworden.
Fragen RA Bock:
1) nach Zeitpunkt des Einschaltens des BKA
– Zeuge: StA Mannheim sei 2001 auf das BKA zugekommen.
2)
Was ist unter einem Meinungsvervielfältiger
(Multiplikator) zu verstehen?
Jeder Leser sei ein Meinungsvervielfältiger,
da er sich Dritten über das Gelesene unterhalte.
3) Auftrag
des BKA? – Klärung des Aufenthaltsstatus von GRu in
den USA über den BKA-Verbuíndungsmann in Washington,
nachdem man durch Abhören des Telefons von Dr. G. den Aufenthaltsort erfahren
hatte – Dr. G. hatte sofort nach der „Heimsuchung“ und Kontosperrung GRu in den USA angerufen....
Fragen/Stellungnahmen GRu:
1) Er sei zum damaligen Zeitpunkt sehr aufgewühlt gewesen, könne sich indes an
weitere Einzelheiten nicht mehr erinnern. Der BKA-Zeuge führt dann aus, er habe
GRu erklärt, er könne keinerlei Zusage machen, da
nicht nur zwei deutsche Staatsanwaltschaften (Stuttgart und Mannheim), sondern
auch die Amerikaner mitzureden hätten. Er habe jedoch zugesagt, die Frage klären
zu wollen.
2)
ER, GRu, habe dem BKA-Mann klar zu verstehen gegeben,
daß es beides, d.h. ihn und Hilfe bei der Bekämpfung des REVISIONISMUS, nicht
geben werde.
Der BKA-Mann führte weiter aus, daß GRu beim 2. Gespräch in Rottenburg (bei Tübingen) gefaßter gewesen
sei. Er habe sich wohl auf die neue Lage eingestellt.
Zum Thema Kundendatei nimmer GRu in etwa wie folgt Stellung. – Er könne sich nicht
erinnern, Dr. G. eine solche überlassen zu haben. – Die Datei, zusammengestellt
aus Beständen von Thies
Christiophersen,
Udo Walendy und Siegfried Verbeke,
habe etwa 9000 Namen umfasst, zu 75% aus dem
deutschen Raum. Die „aktiven brddr-Anschriften“ wären
bei etwa 4000 gelegen. Die Datei sei nach „Kauffreude“ der Kunden unterteilt
gewesen. – Danach wird der Zeuge unvereidigt entlassen.
Die bewußten
37 Minuten der Verhandlung nach meinen Aufzeichnungen:
Um 9:23
erscheint der Zeuge Brockmöller. Er stellt sich als Gerd Brockmöller vor. Er
sei Kriminalbeamter im BKA Meckenheim und 54 Jahre alt. Er habe die
Ermittlungen geführt und Germar Rudolf (GR) vernommen. Dieser sei am 15.11.2005
aus den USA abgeschoben und in
Frankfurt am
Main übernommen worden.
Als Germar
Rudolf am 16.11.2005 zur Person vernommen wurde, habe er um ein persönliches Gespräch
gebeten. In diesem hätte er angeboten, bei der Bekämpfung der Revisionisten zu helfen,
falls das BKA ihm bei der Wiedereinreise in die USA helfen würde. Außerdem habe
er angeboten, seine Internetseite VHO.ORG dem
Staatsschutz zu übergeben. Die
Staatsanwaltschaft
hatte allerdings kein Interesse an diesem Angebot. GR sei offensichtlich emotionell
sehr angeschlagen gewesen. Herr Brockmöller hätte das Angebot abgelehnt, da zu viele
Stellen, darunter auch US-amerikanische, in eine entsprechende Entscheidung
einbezogen
werden müßten.
Die
Ausführungen des Herrn Brockmöller lösten ein Raunen im Zuschauerraum aus. Er bezichtigte
GR des versuchten Verrats an seinen Freunden, Mitstreitern und evtl. Kunden.
Einige seiner
Freunde, Mitstreiter und Kunden waren im Zuschauerraum.
Die durch die
Zeugenaussage verursachte Enttäuschung im Zuschauerraum („das hätte ich von IHM
aber nicht erwartet...“) hat möglicherweise dazu geführt, daß einige Prozeßbeobachter
nicht mehr aufmerksam dem nachfolgenden Geschehen folgten.
Insgesamt wurde
GR bei der ersten Vernehmung 2 Tage zur Person und 2 Tage zur Sache vernommen.
Vier Wochen
später, während der zweiten Vernehmung, sei GR wieder gefestigt gewesen, und nicht
mehr so emotional wie bei der ersten Vernehmung.
Das Konto von
GR bei der Volksbank Heidenheim sei beschlagnahmt worden. Bei den Vernehmungen
habe GR bestätigt, daß er VHO.ORG
organisiert habe, und nicht Siegfried
Verbeke.
Nach diesen
Ausführungen fragt der Staatsanwalt den Zeugen Brockmöller nach Erkenntnissen über
Kundenlisten. Brockmöller gibt an, daß man bei Herrn G., der eine Vollmacht
über GRs Konto besaß, Computer, Laptop usw. beschlagnahmt
habe, kurz bevor Herr G. als Trauzeuge für GRs
Hochzeit in die USA reisen wollte. Die „erbeutete“ Kundendatenbank umfasse ca.
9000 Kundenadressen und sei mit einer Art „Güteklasse“ der Revisionisten versehen.
So habe sich beispielsweise Herr Walendy in der
Topkategorie „3“ befunden.
Der
Staatsanwalt fragt den Zeugen nach der Stellung von GR innerhalb der
revisionistischen Szene. Diese schätzt Brockmöller als hoch ein.
Dann fragt
Rechtsanwalt Bock, warum das BKA eingeschaltet wurde. Brockmöller antwortet, daß
die Staatsanwaltschaft wollte, daß das BKA die Ermittlungen übernehme.
Kunden sind für
Brockmöller Multiplikatoren (der revisionistischen Ideen).
Brockmöller
bemerkte, daß das Gespräch zwischen Herrn G. und Germar Rudolf, kurz nach der
Beschlagnahme des Kontos, mitgehört wurde.
Auf Nachfrage
der Verteidigung bestätigt Herr Brockmöller, daß er die Schriftstücke, die GR zur
Last gelegt werden, nicht gelesen habe.
Um 9:50 kann
Germar Rudolf dem Zeugen Fragen stellen. Ob sich Brockmöller daran erinnern könne,
daß GR ihm die Nutzung der Webseite VHO.ORG zu
Zwecken der Bekämpfung des Revisionismus angeboten habe. Brockmöller bejaht
diese Frage.
Um 9:53 wird
der Zeuge entlassen.
GR kann
daraufhin noch auf die Aussagen von Herrn Brockmöller Stellung nehmen.
Es sei richtig,
daß er (bei der ersten Vernehmung) sehr emotional gewesen sei. Selbst jetzt kämpfe
er mit den Tränen, wenn er sich die damaligen Ereignisse ins Gedächtnis rufe.
Er habe damals Herrn Brockmöller gesagt, daß er sich entscheiden müsse, ob er
Germar Rudolf als
Person oder den
Revisionisten Germar Rudolf haben wolle.
GR habe
damals angeboten, die Domäne (VHO.ORG ) zu löschen und dem BKA zu übergeben,
NICHT ABER, dem BKA bei der Desinformation von Revisionisten und der Jagd auf
Revisionisten zu helfen.
Diese entscheidende Richtigstellung fehlt
im Prozeßprotokoll von Günter Deckert!
Brockmöller
habe dieses Angebot damals abgelehnt, da es sowieso Kopien der Webseite bzw. Domäne
gäbe.
Soweit eine
Zahl von 9000 Kundenadressen genannt worden sei, so sei dies alles in allem richtig.
Er erinnere sich allerdings nicht, Herrn G. die Adressenliste gegeben zu haben.
Die von
Brockmöller erwähnte Kategorisierung der Kunden sei allerdings keineswegs „gesinnungsbezogen“,
sondern allein „umsatzbezogen“ gewesen. ¾ der Adressen seien sicherlich
deutsche Adressen, und 2/3 der Adressen wohl Karteileichen gewesen, so daß es 3000
bis 4000 aktive Adressen gewesen seien.
Um 10:00 wird
der nächste Zeuge Herr Achilles gerufen.
Nobody is perfect
Kein Mensch ist
ohne Fehl und Tadel. Prozeßprotokolle werden sicherlich immer lückenhaft oder
fehlerhaft sein, solange man nicht auf Tonaufzeichnungen zurückgreifen kann,
anhand derer man genau transkribieren könnte.
Aber warum
reagiert Herr Deckert so gereizt, wenn man ihn auf eine Schwäche (Auslassung, Fehler,
Unrichtigkeit, oder wie auch immer) seines Prozeßprotokolls aufmerksam macht?
Charakterlich
hochstehender wäre es sicherlich, eine Schwäche einzugestehen.
Glaubwürdigkeit
Es gab am
29.01.2007 im großen Gerichtssaal des Landgerichtes Mannheim zwei unterschiedliche
Darstellungen zu einem Angebot von Germar Rudolf an das BKA.
Die erste
stammte von einem Mitarbeiter des BKA. Ich würde das BKA als
Spitzelorganisation eines OMF-Staates bezeichnen. Die
Bundeskanzler (und neuerdings die Bundeskanzlerin) dieses OMF-Staates
leisten bei ihrer Amtseinführung regelmäßig einen Meineid. Sie geloben regelmäßig,
Schaden vom deutschen Volke abzuwenden, und machen genau das Gegenteil. Für die
Mitarbeiter des BKA ist das Abhören von Telefonen vollkommen normal. Die Jagd
auf „Revisionisten“ ebenfalls.
Die Bücher der gejagten Revisionisten lesen
sie noch nicht einmal.
Die zweite
Darstellung stammte von Germar Rudolf selbst. Er widersprach der Version des BKA-Mitarbeiters.
Mit dem Ziel,
in Freiheit und wieder bei seiner Familie sein zu können, hat Germar Rudolf dem
BKA ein Angebot gemacht.
Nach
Darstellung des BKA-Mitarbeiters Brockmöller hieß dieses Angebot VERRAT.
Nach
Darstellung von Germar Rudolf hieß dieses Angebot RÜCKZUG bzw. WAFFENSTRECKEN.
Es kommt in
Kriegssituationen vor, daß Soldaten in aussichtslose Situationen geraten. Wenn diese
Soldaten sich dem Gegner anbiedern und Verrat begehen, so handeln sie ehrlos.
Wenn diese Soldaten sich aber ergeben und die Waffen niederlegen, so handeln
sie eben NICHT ehrlos.
Diesen
Unterschied möge man zur Kenntnis nehmen. Und danach sei es erlaubt die Frage
zu stellen, ob denn ein BKA-Mitarbeiter oder DER Organisator des modernen
deutschen Revisionismus glaubwürdiger sei.
Derjenige
unter Euch...
Der ein oder
andere mag von Germar Rudolf erwarten, daß er als Märtyrer so wie Zündel 5 Jahre in einem deutschen Gefängnis schmachtet.
Derjenige, der
dieses erwartet, möge dann kundtun, ob er selber auch bereit wäre, quasi in
einem Aufstand für die Wahrheit, ebenfalls eine
Gefängnisstrafe
anzutreten.
Die Reihen
lichten sich. Kein Freiwilliger weit und breit...
Ich denke, daß
GR genug geleistet und gelitten hat. Kaum ein anderer hat mehr fundierte revisionistische
Literatur geschaffen. Kaum ein anderer hat mehr auf diesem Gebiet geforscht.
Keiner hat mehr
Struktur in den deutschen Revisionismus gebracht als Germar.
Ich sehe nichts
Verwerfliches darin, wenn er sich nach getaner Arbeit zurückziehen möchte.
Ich wollte
diese Gegendarstellung nicht...
... und hätte
sie daher auch nicht geschrieben. Leider beharrt Herr Deckert aber auf „seiner Sicht
der Dinge“, obwohl ihm auch bewußt sein müßte, daß seine Prozeßprotokolle ins Englische
und Französische übersetzt werden und damit breiteste Verbreitung finden.
Es ist deswegen
nicht egal, ob eine Erwiderung oder Gegendarstellung von Germar Rudolf im Protokoll
enthalten ist, oder nicht. Es ist eben nicht egal, ob von VERRAT oder von RÜCKZUG
gesprochen wird.
Daher handelt
es sich hier um eine notwendige Gegendarstellung!
Zum Schluß…
…darf ich
vorschlagen, sich aller Mutmaßungen und Unterstellungen zu enthalten, da mit
ihnen nichts Positives erreicht wird. Im Gegenteil, wie wir sehen konnten.
Es geht hier um
die Sache und um das, was während des Prozesses gesagt wurde, und auch darum,
was nicht gesagt bzw. dementiert wurde.
Der andere
Prozeßbeobachter, 20.03.2007